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OERV Presseinfo


Lufthansa Kreditkartengebühr - Lufthansa kassiert doppelt und dreifach.

Die Ankündigung von Lufthansa, per 02.11. bei Reiseantritt in Deutschland, Schweiz und Belgien eine Kreditkartengebühr (optional payment charge) einzuführen, kommt für den ÖRV nicht überraschend. Diese Gebühr gilt nicht für Ticketverkäufe mit Reiseantritt in Österreich, Tickets mit Reiseantritt in Deutschland, die von österreichischen Reisebüros verkauft werden, sind davon sehr wohl betroffen.

Seit einem Jahr, seit der Einführung des Zahlungsdienstegesetztes diskutieren wir verbandsintern dieses Thema und haben auch unseren Mitgliedern schon Anfang des Jahres empfohlen, eine Invoice Fee für den Fall der Zahlung per Rechnung /Cash einzuführen, um auf diese absehbare Maßnahme der Airlines auch reagieren zu können

Da Lufthansa damit konsequent den Weg weitergeht, ihnen entstehende Kosten auf die Reisebüros bzw. Kunden über zu wälzen, lehnen wir die Kreditkartengebühr prinzipiell und entschieden ab.

Bei durchschnittlichen Disagiokosten pro Lufthansaticket von ca. 7 Euro, stehen die nun zur Verrechnung kommenden Gebühren in der Höhe von 5, 8 und 18 Euro je nach Zielgebiet in keiner Relation zu den bisherigen Kosten. Da Lufthansa gleichzeitig auch Miteigentümer der Kreditkartenfirma ist, kassieren sie in diesem Fall sogar doppelt.

Wie schon erwähnt, ist Österreich momentan nur bei Abflügen ex Deutschland bzw. Schweiz betroffen. Unabhängig davon, fordern wir eine gesetzeskonforme, fur die Reisebüros mit möglichst wenig admistrativem Aufwand verbundene Lösung, da der Homecarrier OS eine derartige Gebühr natürlich auch in Österreich einführen wird. Wie es unserer bisherigen Politik entspricht, soll dieses Modell nicht nur gesetzeskonform sein, sondern auch unter Einbindung der ABTA konsensuell erarbeitet werden. Ein Weg, den Lufthansa leider schon lange verlassen hat. Maßnahmen wie die Einführung der Nullprovison, das unglückselige Vorzugspreismodell, die ständige Auslagerung von Leistungen für Lufthansa an die Reisebüros ohne dafür zu bezahlen, überfallsartige Anhebung der Gebühren undvon Jahr zu Jahr massive Verschlechterungen des Sales Agreements sprechen eine eindeutige Sprache.