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So komplex ist die Reisebranche


Der ÖRV hat ein Erklärvideo für Österreich zusammengestellt, das nicht nur die Komplexität der Reisebranche zeigt, sondern auch in Zahlen verdeutlicht, wie bedeutend die Reisebüros und Reiseveranstalter für die Tourismuswirtschaft in Österreich sind: https://youtu.be/rCgD6XT3qJw

Die Coronakrise betrifft uns alle, im Besonderen aber Österreichs Reisebüros und Reiseveranstalter, ob Incoming oder Outgoing, ob Geschäfts- Bus- Bahn oder Schiffsreisen, ob Kongresswesen oder Maturareisen oder…. Auch wenn die Reisefreiheit schrittweise wieder eingeführt wird, braucht die Reisebranche eine wesentlich längere Vorlaufzeit, damit Kunden wieder ihren Urlaub antreten können. Ein Hochfahren des internationalen Tourismus ist aufgrund der komplexen Systeme nur zeitverzögert möglich. Reisebüros und Reiseveranstalter werden als letzte in die Normalität zurückkehren. Die Reisebranche ist somit der größte Verlierer der aktuellen Lage.

Wir haben deshalb ein Erklärvideo adaptiert, das nicht nur die Komplexität der Reisebranche zeigt, sondern auch in Zahlen verdeutlicht, wie bedeutend die Reisebüros und Reiseveranstalter für die Tourismuswirtschaft in Österreich sind.

 

*21,2 Millionen Urlaubsreisen und 3,3 Millionen Geschäftsreisen

*Bei den Haupturlaubsreisen (insbesondere ins Ausland) nehmen ein Drittel der Reisenden die Dienste des Reisebüros in Anspruch

*Reisebüros und Reiseveranstalter erwirtschaften rund 4,7 Milliarden Euro Umsatz, davon fast eine Milliarde aus dem Bereich Incoming.

*2.100 Reisebüros mit uneingeschränkter Gewerbeberechtigung mit knapp 10.000 Mitarbeitern

*Knapp 800 Reiseveranstalter

 

Erklärvideo über die Komplexität der Reisebranche:https://youtu.be/rCgD6XT3qJw

 

Die Reisebranche verdient mehr politische Wahrnehmung, mehr Wertschätzung und mehr Respekt.

 

Die Reisebranche benötigt dringend einen Rettungsschirm

Die Reisebranche benötigt dringend einen Rettungsschirm, um hunderte Insolvenzen abzuwenden und tausende Arbeitsplätze zu retten. Den Totalausfällen bei den Einkünften durch abgesagte Reisen und fehlenden Neubuchungen stehen hohe Kosten für die Rückerstattung von Anzahlungen, aber auch laufenden Fixkosten für Personal und teuren Geschäftsmieten gegenüber.

 

Drei Sofort-Forderungen richten sich an die österreichische Bundesregierung:

 

  • Entschädigung der bereits erbrachten Arbeit und Leistung für Reisen, die aufgrund der Corona-Krise nicht stattgefunden haben, sondern statt dessen mit doppeltem Zeitaufwand abgesagt werden mussten.

  • Finanzieller Schutzschirm zur Abdeckung der laufenden Kosten, die nicht mehr zurück verdient werden können, analog zum Härtefallfonds.

  • Möglichkeit der Verlängerung der Kurzarbeit auch für die bevorstehende Wintersaison, da aufgrund der verkürzten Sommersaison keine Rücklagen zur Finanzierung der Personalkosten gebildet werden können.

 Zahlreichen Betrieben im Incoming- und Outgoing-Tourismus sowie im Geschäftsreisebereich geht sukzessive das Geld aus, viele können ihre Liquidität nicht mehr lange gewährleisten. Damit sind Tausende Arbeitsplätze akut bedroht. Bei fehlender finanzielle, nicht rückzahlbarer Unterstützung, der weit über die Kurzarbeit hinausgeht, wird es Österreichs Reisebüro- und Reiseveranstalterlandschaft mit den vielen kleinen Büros, Veranstaltern und touristischen Leistungsträgern, so wie wir sie kennen, in dieser Form nicht mehr geben.